
Bleibt Enger der wichtigste Messestandort der Küchenbranche oder ist Köln der neue Favorit? DER KREIS ist auf der Focus Küche & Bad mit einem umfangreichen Dienstleistungsangebot präsent. DER KREIS als europäischer Verbund für den mittelständischen Küchenfachhandel gilt in der Branche als wesentlicher Meinungsbildner. Herr Schaible, wie beurteilen Sie die Zukunft der Messelandschaft?
Ostwestfalen ist die Kernregion der Küchenbranche in Europa. Focus Küche & Bad ist und bleibt ein wichtiger Treffpunkt für Trendinformation und die Vertriebsaktivitäten zwischen Handel und Industrie. Gerade durch die terminliche Koordination mit den Hausmessen führender Hersteller entlang der A30 ist die Focus Küche & Bad eine Messe, die zur richtigen Zeit am richtigen Standort ihre Funktion erfüllt.
Sie glauben also nicht, dass Köln und die Living Kitchen in Zukunft die führende Messe sein wird?
Ich sehe die Standorte nicht als Konkurrenten. Ganz sicher ist die Living Kitchen schon allein durch ihre Verkehrsanbindung für das internationale Publikum der größere Besuchermagnet. Als Weltmarktführer braucht die deutsche Küchenmöbel- und Zubehörindustrie einen Standort mit internationaler Bedeutung und darf sich daher nicht länger an Mailand orientieren.
In Köln rechnen die Veranstalter mit 130.000 Besuchern, in Enger dagegen mit 12.000. Welche Vorteile bietet Enger, um dieses Missverhältnis aufzuwiegen?
Zahlen allein sagen nicht viel. Von wirklicher Bedeutung ist der zu erwartende internationale Besucheranteil. Aus dieser Sicht ist die Living Kitchen für einen europäischen Verbund wie DER KREIS eine Messe an die wir positive Erwartungen knüpfen. Positiv sind natürlich auch die Verbrauchertage, um das wachsende Interesse am Lebensraum Küche zu beleben und zusätzliche Nachfrage zu schaffen.
Enger hat andere Vorteile. Als reine Fachmesse ist die Focus Küche & Bad im Prinzip eine „Familienmesse der Küchen-branche“. In Enger trifft man sich, tauscht Meinungen und Erfahrungen aus, verabredet sich zu intensiven Gesprächen auf den Hausmessen. Enger ist, so sehe ich es, ein jährlicher Treffpunkt, um die guten Beziehung zu seinen Partnern zu pflegen, um die Unternehmensstrategien für den Fachhandel mit dem Leistungsangebot der Industrie und mit seinem Verbund abzustimmen.
Stichwort Leistungsangebot. Welche Schwerpunkte setzt DER KREIS im Bereich Dienstleistung für 2011?
Das Ziel unseres Dienstleistungsangebots ist es, jedem einzelnen Mitgliedsunternehmen einen Full Service anzubieten, aus dem es individuell die Angebote auswählen kann, die es in seiner Region als Marktführer unterstützt. Die Individualität des Küchenspezialisten fördern und damit die Stärken jedes einzelnen Mitglieds hervorheben, um ihn als Marke in seinem Einzugsgebiet dauerhaft zu etablieren, ist die Strategie von DER KREIS, die den Erfolg des Verbunds ausmacht. Schwerpunkte setzen wir dort, wo es der Markt verlangt. Da spielt zweifelsfrei die wachsende Bedeutung der Internet-vermarktung eine wesentliche Rolle, mit der sich auch der Küchenfachhandel auseinandersetzen muss, um gerade im Elektrogeräteabsatz keine Marktanteile zu verlieren. Dies gilt insbesondere für den wachsenden Anteil des Geräteaustauschs. Es wäre sträflich diesen überproportional wachsenden Markt nicht zugunsten des Küchenspezialisten zu nutzen und ihn der Elektrogroßvermarktung zu überlassen. Elektrogeräteaustausch gehört in die Hände von Spezialisten, von Küchenspezialisten. Mit Lifting- Der Küchenrenovierer und Elektrogerätespezialist verfügt DER KREIS über ein ausgereiftes Spezialmodul, mit dem der Küchenfachhandel diesen Marktanteil für sich nutzen kann. Der Erfolg von Lifting zeigt sich in den Umsatzanalysen deutlich, dies obwohl eine Abgrenzung zwischen Renovierungsanfrage und Neuküchenkauf nicht immer getrennt werden kann, da etwa jedes vierte Renovierungsangebot einen Neuküchenkauf generiert. Um diesen Erfolg noch weiter auszubauen, hat das Team von DER KREIS nicht nur den Werbeauftritt grundlegend modernisiert, sondern auch zahlreiche Aktionspakete mit Einkaufsvorteilen für die Mitgliedsunternehmen entwickelt.
Herr Schaible, wie sehen Sie die Entwicklung für das kommende Jahr im Inland und international?
Eines lässt sich ganz sicher sagen: Für den Einzelkämpfer wird es nicht einfacher werden, sich im Markt zu behaupten, zumal die Möbelgiganten auch im Küchenbereich mit immer größeren Flächen den Küchenanteil für sich behaupten wollen. Unbestrittener Vorteil des Küchenspezialisten ist die Beratungsqualität, seine Fachkompetenz und natürlich die Fähigkeit durch individuelle Planung auf die Wünsche des Kunden einzugehen. Ich will sagen, der Unternehmer braucht mehr und mehr den Rückhalt einer großen Gemeinschaft von Spezialisten, wie ihn DER KREIS bietet. Die wachsenden Mitgliederzahlen belegen, dass dieser Vorteil genutzt wird. Wir werden für 2010 hier einen zweistelligen Zuwachs verzeichnen können. Der Fachhandel nutzt also deutlich den Service und die Erfahrung, die wir als europäischer Verbund bieten. Gerade die europäische Ausrichtung ist ein Garant für den kontinuierlich wachsenden Erfolg von DER KREIS und damit für unsere Mitgliedsunternehmen, den wir auch in 2011 weiter ausbauen werden.
DER KREIS
Einkaufsgesellschaft für Küche & Wohnen mbH & Co. KG,
Mollenbachstr. 2, 71229 Leonberg.
Zentrale Kommunikation,
Tel.: 0 71 52 / 60 97- 160, Fax: 0 71 52 / 60 97- 500,
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