Stark

Mit Sicherheit in die Zukunft

Zahlen, Daten, Fakten 2019

Die Küchenbranche kann für 2019 ein insgesamt positives Fazit ziehen. Erneut hat sich die Küchenmöbelindustrie besser entwickelt als die gesamte deutsche Möbelindustrie. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Umsatzerlöse um fast drei Prozent und lagen damit knapp ein Prozent über dem der Branche. Vor allem das Auslandsgeschäft hat maßgeblich zu den guten Ergebnissen beigetragen. Die Exportquote betrug 2019 fast 42 Prozent, was einem Anstieg von 6,2 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro entspricht. Vor allem im EU-Ausland sind deutsche Küchenmöbel eine begehrte Ware, die Gesamtausfuhren dorthin erhöhten sich sogar um 6,8 Prozent. Im Jahresverlauf sticht vor allem das vierte Quartal heraus, weil nach den Herbstmessen die Orders merklich angestiegen sind. Nach Angaben des Verbands der Deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK e.V.) lag der Auftragseingang bis einschließlich Dezember wertmäßig um 5,11 Prozent über dem des Vorjahres. Die Aufträge kamen vor allem aus dem Ausland: Von dort wurde 6,3 Prozent mehr geordert als im Inland mit 4,2 Prozent.

Geschäftsentwicklung DER KREIS Systemverbund
Die Mitglieder und Partner des DER KREIS Systemverbunds haben auch 2019 über alle Branchen hinweg ihren Umsatz ausgebaut und vergrößert. Der Gesamtumsatz des DER KREIS Systemverbunds ist erneut gewachsen: Er erhöhte sich von 3,683 Mrd. auf 3,822 Mrd. Euro – das entspricht einer Steigerung von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch 2019 haben viele neue Fachhändler und Küchenspezialisten bei DER KREIS eine neue Heimat gefunden: Die Zahl der Mitgliedshäuser im In- und Ausland konnte von 3.344 auf 3.374 gesteigert werden. Der Durchschnittspreis einer Küche gestaltete sich ebenfalls positiv. Er erhöhte sich um 1,34 Prozent auf 13.189 Euro, worin sich der anhaltende
Trend zum Trading up widerspiegelt.

Die Sanitär- und Heizungsbranche / Schreiner- und Tischlereien
Nach einer Umfrage der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) betrachten immer mehr Bundesbürger das Bad auch als einen Ort für die Gesundheitsprävention und eigene Fitness. Die Umfrage bestätigt die Entwicklung zu immer höherwertigen Ausstattungen im Sanitärbereich mit bodenebenen Duschen, Infrarotkabinen, Saunen, Whirlpools und aufwendigen Beleuchtungselementen unterschiedlicher Stärke. Der Durchschnittspreis für ein Bad liegt inzwischen bei rund 25.000 Euro. Die Sanierung pro Quadratmeter kostet rund 3.000 Euro, bei Luxusbädern bis zu 8.000 Euro. Die Sanitärbranche kannte in den vergangenen Jahren bei den Umsatzzahlen nur eine Richtung: nach oben. Damit könnte 2020 Schluss sein. Der VDS-Verband rechnet damit, dass durch Corona „der kumulierte Jahresumsatz des Wirtschaftszweiges von zuletzt rund 25 Mrd. Euro 2020 kräftig ins Minus rutscht“. Für die Heizungsbauer sieht es etwas anders aus: Sie profitieren vom Klimaschutz-Programm der Bundesregierung, das staatliche Förderungen für den Austausch alter Heizungsanlagen vorsieht. Das brachte den Handwerkern seit Mitte Dezember einen merklichen Auftragsschub und könnte Corona bedingte Rückgänge in diesem Jahr etwas abfedern. Die Hygieneauflagen haben seit einigen Wochen dazu geführt, dass sich die Nachfrage zur Sanierung von Sanitäranlagen in Bildungseinrichtungen erhöhte.

Die Inneneinrichtung aus einem Guss, individuell geplant und gefertigt – darin liegt der unschlagbare Vorteil des Schreinerund Tischlerhandwerks. Hochwertige individuelle Lösungen für Möbel waren 2019 gefragt. Vor allem bei Ladeninneneinrichtungen verzeichnet die Sparte einen Trend zu qualitativ anspruchsvollen Anfertigungen. Beliebt waren beispielsweise aufwendige dreidimensionale Dekorationselemente, mit denen in Verkaufsräumen eine besondere Atmosphäre geschaffen wird. Die Vielfalt eingesetzter Materialien und Rohstoffe wächst weiter. Holz wird immer mehr in Kombination mit anderen Werkstoffen wie Glas, Kunststoff und Metall verarbeitet. Viele Betriebe veredeln industriell gefertigte Küchen mit eigenen handwerklichen Massivholz-Elementen. Sehr erfolgreich war das Jahr 2019 auch für die Fensterbauer.

DER KREIS ANJA SCHAIBLE STIFTUNG
Ziel der 2009 gegründeten Stiftung ist es, junge Menschen für die Küchenbranche zu begeistern und zu demonstrieren, dass Kochen und Leben mehr als nur Küche ist. 2019 starteten Projekte an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Detmold und an der Hochschule für Technik Stuttgart. Die Ergebnisse werden in Zusammenarbeit mit Industriepartnern und Küchenspezialisten auf der Living Kitchen 2021 präsentiert. Innerhalb der geförderten Projekte organisiert und finanziert die Stiftung Praxisexkursionen und Workshops, erarbeitet Wettbewerbe und vergibt Aufgaben zu künftigen Entwicklungen von Küche und Wohnen. Die Stiftung legt Wert auf eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Fachrichtungen.